Copadichromis spec. „mbenji blue”

( Copadichromis staufferi )

Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, Auseinandersetzung zweier Männchen an der Reviergrenze, das deutlich den zweiten Punkt zeigende noch nicht voll ausgefärbt.

Copadichromis spec. „mbenji blue” lebt im natürlichen Lebensraum in der Übergangszone in einer Wassertiefe von ca. 7 - 15 m und kommt an der Insel Mbenji endemisch vor. Eine weitere gängige Handelsbezeichnung für diese Art ist Copadichromis staufferi. An anderen Copadichromis-Arten kommen bei der Insel Mbenji noch Copadichromis borley, meist in einer Wassertiefe zwischen 5 und 10 m, und Copadichromis mbenjii, meist in einer Wassertiefe von etwa 15 m, vor. Copadichromis spec. „mbenji blue” ernährt sich von Plankton. Territoriale Männchen können das ganze Jahr über beobachtet werden und verteidigen eine Stelle auf einem Stein oder entlang eines Steines gegen jeden Eindringling. Die Jungtiere und Weibchen halten sich meist im Schwarm in offenem Wasser auf. Eine Besonderheit dieses dreigepunkteten Utaka ist die unterschiedlich starke Ausprägung des zweiten Fleckes auf der Flanke bei den einzelnen Tieren, welcher mehr oder weniger deutlich ausgeprägt sein kann, allerdings oft auch fehlt. Bei anderen Arten wäre so etwas im Normalfall ein ernster Hinweis, dass es sich um Hybriden handeln könnte. Für diese Art ist das jedoch typisch. Artcharakteristisch für die Männchen sind die langgezogenen orangenen Flecke auf der Afterflosse.

Aquarium-Beobachtungen:

Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, balzend, auf dieser Schieferplatte wurde abgelaicht.

In meinem Aquarium haben sich zwei Copadichromis-spec.-„mbenji blue”-Männchen voll ausgefärbt. Eins hat ein Revier um eine Schieferplatte besetzt, das zweite hat eine flache Grube ausgehoben an einer Stelle genau im Winkel von Bodengrund und Rückwand. Ein drittes Männchen hat sich nicht weiter eingefärbt und hält sich meist gemeinsam mit den drei Weibchen in einem Bereich des Beckens auf, der von den Laichplätzen der anderen beiden Männchen kaum einsehbar ist. Copadichromis spec. „mbenji blue” wird nicht so groß wie Copadichromis borley und scheint mir eine Größe von ca. 12 cm im männlichen und von ca. 10 cm im weiblichen Geschlecht zu erreichen. Auch in der Durchsetzungsfähigkeit ist diese Art dem Copadichromis borley deutlich unterlegen, jedoch erheblich durchsetzungsfähiger als Copadichromis trewavasae. In der Ernährung ist diese Art völlig unproblematisch und kann gut mit Aulonocara, Placidochromis, kleinen Mylochromis und gemäßigten Protomelas vergesellschaftet werden.

Geschlechtsunterschiede:

Bei dieser Art können die Geschlechter schon recht früh zuverlässig an den langstreckten orangenen Flecken auf der Afterflosse der Männchen unterschieden werden. Weibchen zeigen auch adult nur schwach angedeutete Eiflecken.

Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, (w), maulbrütend.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, (w), maulbrütend.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, ungeblitztes Foto eines Weibchens, bei dem der zweiten Punkt nicht vorhanden ist.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, (w), maulbrütend.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, Jungfische, bereits in der geringen Größe kann man deutlich die Unterschiede in der Ausprägung des zweiten Fleckes erkennen.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, (m), territorial, trotz Blitzlicht sind die Farben sehr nah am natürlichen Erscheinungsbild.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, das etwas kleinere Männchen zeigt etwas stärker ausgeprägtes Orange auf dem Körper.
Copadichromis spec. „mbenji blue”Copadichromis spec. „mbenji blue”, (m), voll entwickelt.

(2012)

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