
Von Placidochromis spec. „jalo” ist bisher nur ein Vorkommen am Jalo Reef gefunden worden. Er kommt dort in 10-20 Meter Wassertiefe im Fels- und im Übergangsbiotop vor. Placidochromis spec. „jalo” wird ähnlich wie Placidochromis elektra von aufgewirbeltem Material angelockt. Im See sind die Männchen nicht territorial. Die Fachleute sind sich bezüglich der Gattungszugehörigkeit dieser Art nicht sicher, ob es sich bei dieser Art um einen Placidochromis oder einen Otopharynx handelt. Eine sehr ähnliche Art ist Otopharynx spec. „blue otter”. Die Weibchen der beiden Arten lassen sich nur durch die etwas kräftigere gelbe Farbe der Flossen der Otopharynx-spec.-„blue-otter”-Weibchen unterscheiden. Placidochromis spec. „jalo” kann sehr gut mit Aulonocara, kleineren Mylochromis oder Copadichromis vergesellschaftet werden.

Im Aquarium ist Placidochromis spec. „jalo” ein eher wenig durchsetzungsfähiger Bewohner. Wenn Weibchen Laichansatz bekamen, wurde bei mir ein Revier besetzt und gegen jeden Fisch verteidigt. Das Ablaichen erfolgte auf Sand unmittelbar an einem Felsblock, wobei keine Grube im Sand ausgehoben wurde. Die Haltung in kleinen Gruppen halte ich für empfehlenswert, da die Männchen die Weibchen recht stark treiben. Dabei kann die Gruppe auch mehrere Männchen enthalten, wobei dann nur ein Männchen volle Farbe zeigt.
Ein erster Hinweis auf Männlichkeit bei einfärbenden Tieren ist die „Verlängerung” des gelben Saumes der Rückenflosse über die Stirn. In der weiteren Ausfärbung wird der Kopf der Männchen dann herrlich blau.






(2011)
(1) Ad Konings "Atlas der MalawiseeCichliden", dritter Band, bede-Verlag 2004