Placidochromis spec. „jalo”

Von Placidochromis spec. „jalo” ist bisher nur ein Vorkommen am Jalo Reef gefunden worden. Er kommt dort in 10-20 Meter Wassertiefe im Fels- und im Übergangsbiotop vor. Placidochromis spec. „jalo” wird ähnlich wie Placidochromis elektra von aufgewirbeltem Material angelockt. Im See sind die Männchen nicht territorial. Die Fachleute sind sich bezüglich der Gattungszugehörigkeit dieser Art nicht sicher, ob es sich bei dieser Art um einen Placidochromis oder einen Otopharynx handelt. Eine sehr ähnliche Art ist Otopharynx spec. „blue otter”. Die Weibchen der beiden Arten lassen sich nur durch die etwas kräftigere gelbe Farbe der Flossen der Otopharynx-spec.-„blue-otter”-Weibchen unterscheiden. Placidochromis spec. „jalo” kann sehr gut mit Aulonocara, kleineren Mylochromis oder Copadichromis vergesellschaftet werden.

Placidochromis spec. „jalo”Porträt eines Männchens von Placidochromis spec. „jalo”
Placidochromis spec. „jalo”Placidochromis spec. „jalo”, junges Weibchen

Aquarium-Beobachtungen:

Im Aquarium ist Placidochromis spec. „jalo” ein eher wenig durchsetzungsfähiger Bewohner. Wenn Weibchen Laichansatz bekamen, wurde bei mir ein Revier besetzt und gegen jeden Fisch verteidigt. Das Ablaichen erfolgte auf Sand unmittelbar an einem Felsblock, wobei keine Grube im Sand ausgehoben wurde. Die Haltung in kleinen Gruppen halte ich für empfehlenswert, da die Männchen die Weibchen recht stark treiben. Dabei kann die Gruppe auch mehrere Männchen enthalten, wobei dann meist nur ein Männchen voll in Farbe steht.

Geschlechtsunterschiede:

Ein erster Hinweis auf Männlichkeit bei einfärbenden Tieren ist die „Verlängerung” des gelben Saumes der Rückenflosse über die Stirn. In der weiteren Ausfärbung wird der Kopf der Männchen dann herrlich blau.

Placidochromis spec. „jalo”Placidochromis spec. „jalo” (m), einfärbend, noch ist die Verlängerung des gelben Saumes der Rückenflosse über den Kopf erkennbar.
Placidochromis spec. „jalo”Placidochromis spec. „jalo”, maulbrütendes Weibchen kurz nach dem Ablaichen, die Genitalpapille ist noch sichtbar
Placidochromis spec. „jalo”Placidochromis spec. „jalo” (m), wie bei allen Malawis spielt die Beleuchtung eine entscheidende Rolle dafür, wie die Farben zur Geltung kommen.
Placidochromis spec. „jalo”
Placidochromis spec. „jalo”, superdominantes Männchen. Um so stärker die senkrechten Streifen gezeigt werden, umso dominanter sind die Männchen dieser Art.
Placidochromis spec. „jalo”Ablaichende Placidochromis spec. „jalo”, sie haben sich eine dunkle schlecht einsehbare Ecke des Aquariums ausgesucht.
Placidochromis spec. „jalo”Vollausgefärbte Männchen von Placidochromis spec. „jalo” dürften zu den attraktivsten Malawi-Buntbarschen überhaupt zählen.

(2011)

Literatur:

(1) Ad Konings "Atlas der MalawiseeCichliden", dritter Band, bede-Verlag 2004

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