Labidochromis chisumulae

Labidochromis chisumulae („mbweca”?)Labidochromis chisumulae („mbweca”?) (m), noch nicht voll eingefärbt

Labidochromis chisumulae lebt im natürlichen Lebensraum im sedimentreichen Felsbiotop. Vorkommen gibt es an der Insel Chizumulu. Eine weitere sehr ähnliche Population mit der Bezeichnung Labidochromis spec. „chisumulae mbweca” lebt bei Mbweca und Tumbi Point (1). [edit:] Bei'm „normalen” Labidochromis chisumulae verschmelzen die vertikalen Streifen in einem dunklen Streifen am Rücken, bei Labidochromis spec. „chisumulae mbweca” tun sie das nicht. [/edit 2011] Auch von Labidochromis caeruleus gibt es sehr ähnlich gefärbte Populationen, so dass ich nicht zweifelsfrei sagen kann, welche Art ich halte. [edit:] Auf Grund des Aussehens vermute ich, daß es sich bei meinen Tieren um eine Form von Labidochromis spec. „chisumulae mbweca” handelt. [/edit 2011]

Aquarium-Beobachtungen:

In ausreichend großen Aquarien kann die Art in einer Gruppe mit mehreren Männchen gehalten werden (dann aber mindestens drei Männchen), von denen in der Regel nur eins voll in Farbe steht. Die Männchen sind nicht territorial. Artgleiche Tiere werden von den Männchen bei Begegnung sofort angebalzt bzw. Imponierverhalten gezeigt. Unterlegene Tiere werden kurz verfolgt. Die Anzahl der Jungfische pro Maulbrut ist nur gering. Im Verhalten unter Aquarienbedingungen konnte ich keine Unterschiede zu Labidochromis caeruleus feststellen.

Labidochromis chisumulae („mbweca”?)

Geschlechtsunterschiede:

Bei dieser Art kann es sehr schwierig sein, die Geschlechter zu bestimmen. Es gibt kaum Unterschiede in der Beflossung, Eiflecke gibt es bei beiden Geschlechtern und Männchen ohne Eiflecke gibt es auch. Ab einer gewissen Intensität der Blaufärbung kann man sicher sein, ein Männchen vor sich zu haben. Bei den vermeintlichen Weibchen besteht erst Klarheit, wenn sie tatsächlich abgelaicht haben.

Labidochromis chisumulae („mbweca”?)Labidochromis chisumulae („mbweca”?) (m), voll ausgefärbt. Man beachte die etwas abgerundete Rücken- u. Afterflosse.
Labidochromis chisumulae („mbweca”?)Labidochromis chisumulae („mbweca”?) (m), balzaktiv.
Labidochromis chisumulaeAuch die Weibchen sind attraktiv gefärbt.
Labidochromis chisumulae („mbweca”?)Labidochromis chisumulae („mbweca”?), großes vs. kleines Männchen, das Kleine zeigt eine Beschwichtigungsgeste.

Im September 2010 stellte ich Labidochromis chisumulae im Roßmäßler-Vivarium 1906 vor. Textfassung des Kurzvortrags: Labidochromis_chisumulae.pdf (ca. 1,5 MB)

(2008)

Literatur:

(1) Ad Konings „Atlas der MalawiseeCichliden”, erster Band, bede-Verlag 1996

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